Im Jahre 1986 wurde die Badmintonabteilung – als nunmehr jüngste Abteilung des Vereins – gegründet. Seitdem findet für die ca. 50 Mitglieder, davon ca. 20 Jugendliche, zwei mal wöchentlich Training, teils unter der Anleitung von fachkundigen Übungsleitern, teils als freies Spiel, statt.

Badminton ist eine Sportart, die auch von Anfängern in ihren Grundzügen recht schnell erlernt werden kann, so dass man schon nach relativ kurzer Zeit in der Lage ist, die Grundschläge passabel auszuführen und Ballwechsel zu bestehen. Dank seiner technischen und taktischen Raffinesse dauert es allerdings Jahre, um das Spiel in allen Nuancen zu beherrschen und erfordert hohe geistige Konzentration und Flexibilität; nicht nur um Bälle mit einer schnellen Reaktion noch zurück spielen zu können, sondern auch um zu sehen, wohin man den Ball als nächstes am Besten platzieren kann. Beim Badminton werden fast alle Muskelgruppen des Körpers gleichermaßen angesprochen, die körperliche Herausforderung trainiert die Fitness und lässt sich gleichzeitig mit Spiel und Spaß verbinden.

Somit wird Badminton durch die Kombination dieser gesundheitlichen Komponente und dem Wettkampfgedanken zur idealen Lifetime-Sportart.

Außerdem bietet Badminton die perfekte Mischung aus technischer Finesse und Kraft. So kann man in dieser Sportart entweder durch raffinierte Finten und das genaue Platzieren eines Balles oder durch harte Angriffsschläge in Form eines Smash zum Punktgewinn kommen. Ein guter Badmintonspieler muss sich somit blitzschnell vom krachenden Angriffsschlag zum weichen und gefühlvollen Spiel am Netz umstellen.

Dadurch, dass der Federball nur wenige Gramm schwer und der Schläger ebenfalls sehr leicht ist, ist es möglich den Ball in sehr kurzer Zeit sehr schnell zu beschleunigen und somit enorme Geschwindigkeiten zu erreichen. Dadurch ist der Badmintonspieler ebenfalls in der Lage ohne vorhersehbare Ausholbewegung schnelle Richtungsänderungen des Balles zu bewirken. Das Badmintonspiel wird damit zu einem extrem täuschungsreichen Spiel. Als Anfangsgeschwindigkeit eines Smash wurden bei einem Profi schon über 300 km/h gemessen. Die Geschwindigkeit, mit der der Ball dann auf den Schläger bzw. den Boden auftrifft, beträgt dann immer noch ca. 150 km/h. Somit kann diese Sportart, was die Geschwindigkeit angeht, locker mit der Formel 1 mithalten und ist demnach die schnellste Rückschlagsportart der Welt.

Am besten startet man bereits in jungen Jahren unter fachkundiger Anleitung.

In der bisherigen wechselvollen Geschichte der Badmintonabteilung gab es einige Höhen, aber auch Rückschläge sind bisweilen nicht ausgeblieben. So konnten etliche Meistertitel in der Mannschaft auf Bezirksebene gewonnen werden, auch Einzeltitel im Jugendbereich auf Hessenebene zählen zu den Glanzlichtern.

Über einen Zeitraum von einigen Jahren bildeten die Badmintonsportler der SpVgg eine Spielgemeinschaft mit dem VC Rüsselsheim. War diese Gemeinschaft zunächst aus der Notwendigkeit geboren, für eigene Mannschaften Verstärkung zu suchen oder ansonsten Mannschaften abzumelden, hat sich diese Spielgemeinschaft bewährt, die Akteure sind sich auch menschlich näher gekommen, kurzum eine Gewinn für beide Seiten. In 2005 wurde sogar ein Mannschaftstitel errungen.

Nach einigen Jahren wurde diese Zweckgemeinschaft in 2009 wieder in Freundschaft aufgelöst, die beteiligten Vereine wollten unterschiedliche Interessen verfolgen. Seitdem starten die Badmintonspieler/-innen der SpVgg wieder solo im Rundenbetrieb des Badmintonbezirks Wiesbaden, zuletzt in der Saison 2012/13 mit einer Seniorenmannschaft in der Bezirksliga B.

Eine Mannschaft besteht im Badminton immer aus mindestens vier Herren und zwei Damen, die insgesamt acht Spiele austragen: 3 Herreneinzel, 2 Herrendoppel, 1 Dameneinzel, 1 Damendoppel sowie ein gemischtes Doppel. Damit ist Badminton weltweit die einzige Mannschaftssportart, in der Herren und Damen gemeinsam in einer Mannschaft spielen und somit der ideale Sport für Paare.

Im Badminton ist es jedoch auch möglich, alleine auf die Jagd nach Erfolgen zu gehen. Möchte man einmal die Vorteile einer Mannschaft hinter sich lassen, so kann man sich einfach an den zahlreichen Turnieren, die über das Jahr stattfinden, anmelden und versuchen, im Einzel oder im Doppel das Treppchen zu stürmen. Dies ist ein weiterer Reiz, den diese Sportart so einzigartig macht.

Für spielfreudige Interessierte besteht allerdings kein Zwang, unbedingt in einer Mannschaft spielen zu müssen. Man kann es nämlich auch gemütlich angehen und, im Gegensatz zum Badminton, wo man den Ball dorthin spielt, wo der Gegner nicht steht, die Federballvariante ausprobieren. Selbst, wenn man sich den Ball immer genau zuspielt, merkt man, dass die Kombination aus Laufen und Schlagen in gewisser Weise anstrengend ist. Auch reine Hobbyspieler tummeln sich gerne zu den Trainingszeiten in der Halle, um ihren Spaß zu haben, sich körperlich zu verausgaben, jeder nach seinem persönlichen Gusto, und anschließend bei einem gemütlichen Schoppen einen schönen Abend ausklingen zu lassen.

Die Abteilung Badminton ist übrigens immer auf der Suche nach neuen Talenten...

 
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