BSC Schwalbach gegen Spielvereinigung Hochheim 1:4

04.10.2017, 13:30 Uhr Alter: 47 Tag(e)
Kategorie: 1. Mannschaft
Von: rg

Spielvereinigung Hochheim gibt sich auch in Schwalbach keine Blöße, 9. Sieg in Folge

Sven Heller feierte in Schwalbach mit seinen Hochheimern den neunten Sieg in Folge

Einen Tag nach dem Tag der Deutschen Einheit präsentierte sich die Spielvereinigung Hochheim auch in Schwalbach als gemeinschaftlicher Verbund und lies keine Feiertagsmüdigkeit erkennen. Der Sieg wurde zwar erst im letzten Drittel der Partie festgezurrt, dies war aber dem langen Atem der Hochheimer Jungs zu verdanken, die sich nie aufgaben und in Filipe Pina den überragenden Mann in ihren Reihen hatten.

Bereits nach wenigen Minuten hatte der Gast die Führung auf dem Fuß. Nach einer Ecke für Schwalbach rannte Arne Gerken seinem Gegenspieler auf und davon und bediente im richtigen Moment den mitgelaufenen Pina. Der kleine Wirbelwind hatte viel Zeit um zu überlegen, was er mit dem Kunstleder anstellen wird. Ballannahme und Abschluss wären die richtigen Entscheidungen gewesen, leider entschied er sich etwas überhastet für eine Direktabnahme, die sichere Beute von Torwart Sven Herbarth wurde (10. Minute). Aber auch Schwalbach präsentierte sich von Spielertrainer Wolfgang Höhn gut eingestellt und begegnete Hochheim auf Augenhöhe. Eben jener Höhn zielte in der 15. Minute etwas ungenau, sein Schuss sauste am langen Pfosten vorbei.


Danach war Hochheim wieder am Drücker und Iwen Hock, der als Rechtsverteidiger wieder eine gute Partie ablieferte, schickte Arne Gerken auf die Reise. Dieser war erneut nicht von seinem Gegenspieler zu halten und nach einem punktgenauen Pass auf Tim Schmidt fand der junge Stürmer seinen Meister in dem Schwalbacher Torsteher (23. Minute). Das Spiel wog hin und her und in der 30. Minute hielt Kapitän Sven Heller seine Mannschaft im Spiel. Sven Schrörs spielte einen guten Pass auf Höhn, der sich durchsetzte und aus spitzem Winkel an Sven Heller scheiterte.

Das sollte es aber mit der Schwalbacher Herrlichkeit bis zur Halbzeit sein, denn unmittelbar vor dem Pausentee trat Pina in den Vordergrund. Iwen Hock hatte sich auf der rechten Außenbahn gut durchgespielt und flankte gefährlich in den Strafraum. Freund und Feind verpassten das Streitobjekt aber Tobias Lepka ging dem Ball hinterher und brachte ihn in die gefährliche Zone. Bei Filipe Pina erstreckt sich die gefährliche Zone in einem Radius von 25 Metern rund um das gegnerische Gehäuse. Aus dieser Entfernung schweißte er auch die Kugel akurat in den rechten Winkel (41. Minute). Diese Führung war verdient und hatte bis zum Halbzeitpfiff Bestand.

Die zweiten 45 Minuten begannen mit einem Paukenschlag gegen die Hochheimer. Ein Freistoß, welcher weit in der Hälfte der Schwalbacher ausgeführt wurde, landete auf dem Kopf von Florian Bernard. Aus unmöglichem Winkel überwand dieser Sven Heller mit einer Kopfballbogenlampe (50. Minute).

Wütende Angriffe der Gäste waren die Folge. Die Hochheimer waren klar spielüberlegen und hatten die größte Chance in der 70. Minute, als Tim Schmidt mit einem listigen Schuss mit der Picke an Sven Herbarth scheiterte und den Abpraller Tobias Lepka mit einem Schuss aus der 2. Reihe am rechten Pfosten scheiterte.

Aber die Mannen von Trainer Markus Gossmann hatten in diesem Spiel den längeren Atem, was sich in drei späten Toren niederschlug. Der eingewechselte Sebastian Gredy leitete einen Konter ein und spielte toll in den Mittelkreis zu Tim Schmidt. Dieser nahm den Pass stark an und leitete ihn blind aus der Drehung an Filipe Pina weiter. Dieser machte sich auf den Weg zu Sven Herbarth und erzielte ähnlich präzise wie beim 0:1 die erneute Führung für Hochheim. Diesmal klatschte das Sportgerät sogar noch an den rechten Innenpfosten (80. Minute). Die Gäste spielten nun wie befreit auf, während Schwalbach stehend k.o. war. Der Wühlbüffel aus dem zentralen defensiven Mittelfeld, welcher auf den Namen Thomas Schmidt hört, sorgte mit einem krachenden Zweikampf für den Ballgewinn, sein Zuspiel fand Pina, der mit einem wohltemperierten Pass Tim Schmidt fand. Schmidt nahm die Beine in die Hand, lief seinem Gegenspieler davon und legte vor dem Tor uneigennützig auf den mitgelaufenen Dennis Zettelmann quer. Sicher und platziert vollendete Zettelmann diesen perfekt vorgetragenen Konter (86. Minute).

Den Schlusspunkt setzte in der Nachspielzeit Samir Crnovrsanin. Diesmal betätigte sich Dennis Zettelmann als Ausgangspunkt für einen tollen Konter, Sebastian Gredy zündete auf der rechten Seite den Turbo und flankte aus vollem Lauf auf Crnovrsanin. Diese Flanke war ganz nach dem Geschmack von Crnovrsanin, Ballannahme und fulminanter Abschluss in Verbindung mit dem 4. Tor waren wie aus einem Guss (93. Minute).

Es spielten:
Sven Heller (C) (Tor)
Simon Glätzer, Wenjam Busch, Nico Janotta, Iwen Hock (Abwehr)
Tobias Lepka, Filipe Pina, Thomas Schmidt, Arne Gerken (Mittelfeld)
Tim Schmidt, Benedikt Helfrich (Sturm)

Auswechselbank:
Christian Kühn (ETW), Dennis Zettelmann (ab 83. Minute für Tobias Lepka), Yannik Hartung, Samir Crnovrsanin (ab 87. Minute für Tim Schmidt), Sebastian Gredy (ab 67. Minute für Arne Gerken)